Claudia Buder
Anne-Maria Hölscher
Claudia Buder ausgebildet in Weimar und Essen, spielt, lehrt und lernt mit wachsender Begeisterung. Von 2009 bis 2022 prägte sie die Akkordeon-Ausbildung an der Hochschule für Musik in Münster. 2018 erhielt sie eine Professur an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT in Weimar und entwickelt dort die Weimarer Schule des Akkordeons weiter. Fasziniert von der Vielseitigkeit ihres Instruments erkundet sie unterschiedliche künstlerische Genres. Sie spielte mit über 30 Ensembles und Orchestern, darunter Ensemble Ascolta, Ensemble Modern und Ensemble Resonanz. Als Solistin gastierte sie u. a. bei der Königlichen Philharmonie Stockholm, den Wiener Philharmonikern und dem BBC Symphony Orchestra bei den Proms. In Zusammenarbeit mit KomponistInnen wie C. Czernowin, A. Schlünz und G. Katzer brachte sie zahlreiche Kompositionen zur Uraufführung. Mit dem Ensemble klangwerk am Bauhaus realisiert sie kreative Programme in unterschiedlichsten Besetzungen. Das Leben lehrt Improvisation: Markus Stockhausen inspirierte sie zu Inventionen auf dem Weg zur intuitiven Musik. En avant!
Anne-Maria Hölscher trat als Kammermusikerin und Solistin bei zahlreichen internationalen Festivals, u. a. den Schwetzinger Festspielen, den Wittener Tagen für Neue Kammermusik oder dem Lucerne Festival, auf. Sie arbeitete mit führenden Ensembles für Neue Musik wie dem Ensemble Ascolta Stuttgart und dem KlangForum Heidelberg sowie mit verschiedenen Orchestern, z. B. dem Staatsorchester Stuttgart und dem Nationaltheater Mannheim. Zahlreiche Werke für Akkordeon solo und für verschiedenste Besetzungen wurden von ihr uraufgeführt. Mehrere Rundfunk- und CD-Aufnahmen dokumentieren ihre künstlerische Arbeit. Kürzlich erschien eine CD mit Werken von J. Haydn; eine weitere Einspielung mit Werken für Akkordeon und Klavier von M. Illés, F. Lévy und E. Poppe ist in Vorbereitung. Sie studierte bei Claudia Buder, Hugo Noth und Joseph Macerollo und war Stipendiatin u. a. der Studienstiftung des deutschen Volkes, der Kulturstiftung der Deutschen Bank und des DAAD. Als Professorin für Akkordeon lehrt sie an der Hochschule für Musik – Luzern.
Mie Miki
Viviane Chassot
Mie Miki studierte in Trossingen (Akkordeon) und inHannover (Klavier). Auf ihre Anregung hin entstanden über 60 Solo- und Kammermusikwerke mit Akkordeon
u. a. von Y. Takahashi, T. Hosokawa, N. A. Huber. Als Solistin trat sie weltweit mit renommierten Orchestern auf, u. a. mit den Dirigenten S. Ozawa, H. Iwaki, Y. Sado, M. Venzago und Ch. Dutoit. Über 29 Schallplattenund CD-Aufnahmen erschienen bei internationalen Labels. Seit 1988 fanden in Tokyo unter der Konzertreihe „Mie Miki Accordion Works“ 25 Konzerte mit jeweils neuen Programmen statt. Zahlreiche Preise u. a.: 1997 Record Academy Award in Japan. 2014 Music Pen Club Award in Japan. Das Wohltemperierte Akkordeon erhielt 2017 den Gramophone Award und 2018 den Opus Klassik als „Instrumentalistin des Jahres“. Sie ist Professorin für Akkordeon, Leiterin des Exzellenzstudiengangs Folkwang Konzertexamen, war von 2013 bis 2025 Prorektorin für künstlerische Exzellenz an der Folkwang Universität der Künste Essen und ist Ehrenprofessorin am Xinjian Arts College in der VR China.
Viviane Chassot – mutig, zart und höchst musikalisch. In Zürich geboren, wohnhaft in Basel, zählt sie weltweit zu den herausragenden Interpretinnen auf dem Akkordeon. Neben Originalwerken für ihr Instrument spielt sie Klavierwerke von Haydn, Mozart, Rameau und verbindet Klassik, Jazz, neue Musik und Improvisation. Als Künstlerpersönlichkeit mit internationaler Ausstrahlung und Pionierin Ihres Fachs erhielt sie den Schweizer Musikpreis 2021. Die CD «Pure Bach» wurde 2022 mit dem OPUS KLASSIK Berlin ausgezeichnet. Ihre CD-Einspielungen sind mehrfach nominiert für den Preis der deutschen Schallplattenkritik sowie für den International Classical Music Award (ICMA). Mit der Veröffentlichung von ausgewählten Klavierkonzerten Joseph Haydns beim Label Sony Classical im März 2017 wurde Sie zur ersten Akkordeonistin in der Geschichte des Labels. Sie ist Gewinnerin des Kranichsteiner Musikpreises und wurde 2015 mit dem Swiss Ambassador’s Award London ausgezeichnet. Zurzeit unterrichtet sie am Konservatorium Winterthur. Spartenübergreifende Projekte mit Schauspiel, Literatur und unterschiedlichsten Musikstilen prägen ihr Wirken. Aktuell mit Schauspieler und Tonkünstler Jürg Kienberger sowie in Kollaboration mit Nik Bärtsch’s Ronin und der Rapperin Miss C-Line.
Stefan Hussong
Veli Kujala
Stefan Hussong ist Stipendiat u. a. der Studienstiftung des Deutschen Volkes, des DAAD und der Akademie Schloss Solitude. 1983 sowie 1987 erhielt er erste Preise beim Internationalen Hugo-Herrmann-Wettbewerb und beim Gaudeamus Interpreters Competition für zeitgenössische Musik. 1999 wurde ihm der ECHO Klassik als „Bester Instrumentalist des Jahres“ verliehen; seine Solo-CD mit Werken von John Cage erhielt im selben Jahr die Auszeichnung „Best Record of the Year“. Mehr als 150 ihm gewidmete Werke wurden von ihm uraufgeführt, über 40 – teils mehrfach prämierte – CDs eingespielt. Hussong konzertierte weltweit u. a. in Europa, den USA, Asien und Russland und arbeitete mit bedeutenden Orchestern und Ensembles wie den Berliner und Wiener Philharmonikern, dem Ensemble Modern, Klangforum Wien und dem Ensemble Intercontemporain. Zahlreiche KomponistInnen, u. a. S. Gubaidulina, A. Hölsky und U. Rojko, widmeten ihm mehr als 150 Werke. Hussong ist Professor für Akkordeon und Kammermusik an der Musikhochschule Würzburg. Seine Studierenden gewannen bei allen großen internationalen Wettbewerben mehrfach erste Preise.
Veli Kujala gilt als einer der profiliertesten Interpreten zeitgenössischer Akkordeonmusik. Nach seinem mit Auszeichnung abgeschlossenen Doktoratsstudium an der Sibelius-Akademie etablierte er sich international als Solist und Komponist. Sein Schaffen umfasst elektroakustische bis zu orchestrale Werke; sein Komponistenporträt Hyperorganism wurde 2016 für das beste finnische klassische Album nominiert. 2020 erhielt er von der Finnish Music Publishers Association die Auszeichnung „Contemporary Composer of the Year“. Als Solist trat Kujala u. a. mit der Britten Sinfonia, dem Helsinki Philharmonic Orchestra und weiterführenden Ensembles auf, arbeitet mit renommierten Dirigenten zusammen und gastierte bei zahlreichen Festivals in Europa und den USA und wirkte 2022 in Brett Deans Hamlet an der Metropolitan Opera New York mit. Er ist zudem aktiver Improvisator und langjähriger Partner internationaler Jazz- und Avantgarde-Musiker. Er brachte über 80 Werke zur Uraufführung, darunter fünf Konzerte für Vierteltonakkordeon. Seit 2005 lehrt er an der Sibelius-Akademie, deren Akkordeonabteilung er seit 2020 leitet.
Gergard Scherer-Rügert
Gerhard Scherer-Rügert studierte Akkordeon und Kammermusik an der Musikhochschule Trossingen bei Hugo Noth und Wolfgang Wagenhäuser. Er ist Zweigstellenleiter der Musikschule „Paul Hindemith“ Neukölln und Lehrer an der Musikschule Friedrichshain- Kreuzberg. Seine Arbeit mit Kindern und Jugendlichen genießt internationale Anerkennung; SchülerInnen seiner Klasse wurden 54-mal 1. Preisträger beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert. Von 2004 bis 2018 lehrte er an der Hochschule für Künste Bremen. Seit 2025 ist er Dozent an der Universität der Künste Berlin. Als musikalischer Leiter wirkte er u. a. an der Badischen Landesbühne und der Werkstatt Neues Musiktheater Berlin und arbeitete mit zahlreichen herausragenden Ensembles zusammen, wie dem Rundfunk Sinfonie Orchester Berlin, Kammerensemble Neue Musik und Ensemble Mosaik uva. Er ist Herausgeber bedeutender Neue-Musik-Reihen (ARS FUTURA und ARS NOVAKKORDEON) und brachte in enger Kooperation mit KomponistInnen über 200 Werke, darunter acht Opern, zur Uraufführung. 2013 gründete er das Landesjugendensemble Neue Musik Berlin, 2020 das georg katzer ensemble berlin.








